El Dorado

Zu Weihnachten haben wir einen Gutschein geschenkt bekommen – für eine gemischte Grillplatte für 2 Personen im El Dorado am Ku‘Damm. Normalerweise wäre dieses Restaurant nicht auf unserem Radar erschienen, und auch einige Bewertungen auf einschlägigen Webseiten führten im Vorfelde nicht zu Jubelgesängen – aber wir sind ja offen für alles und freuen uns, wenn unsere Vorurteile nicht bestätigt werden.

Da der Januar für Felix immer ein abstinenter Monat in Bezug auf sein Lieblingshobby Wein (und andere Alkoholika) ist, mussten wir uns zumindestens keine Gedanken um eine gute oder schlechte Weinauswahl machen – Fassbrause schmeckt fast überall gleich und gut (außer im Tümmlauer Koog).

Im El Dorado angekommen wurden wir in den hinteren Bereich nahe der Küche und den Toiletten an unseren Tisch geführt. Wie sich im Laufe des Abends zeigte, schien dies der Bereich für die „Gutschein“-Gäste zu sein – darüber zu meckern wäre aber deutlich übertrieben, weder aus der Küche noch aus den Örtlichkeiten zogen unangenehme Gerüche zu uns.
Wir orderten als Vorspeisen frittierte Sardinen und Merguez, beides mit Aioli. Die Sardinen waren knusprig und sehr lecker, die Merguez zu wässrig, aber ganz okay. Zu beidem hätte man keine Aioli reichen müssen – aber auch diese war durchaus in Ordnung.

IMG_0366Das Hauptgericht: die gemischte Grillplatte kam nicht wie erwartet als eine Platte, sondern zwei Teller jeweils mit Lamm, Hühnchen, Schwein und Rind vom Grill. Dazu gab es leider extrem trockene und mehlige Kartoffelecken und einen uninspirierten Salat aus Eisbergsalat, Gurke, Tomate und einem zwar selbst gemachten Joghurtdressing, das jedoch leider nicht meinem Geschmack entsprach.

Das Rind war ein Huftsteak und war gut und wie geordert medium gegrillt, das Lamm bestach dadurch, dass es nicht nach Lamm schmeckte und keine gute Fleischqualität bot, das Schwein war extrem trocken, dafür aber das Hühnchen perfekt auf den Punkt gegrillt.

Die Speisekarte besticht nicht durch ausgefallene Kreationen – Standard-Tapas und Hauptgerichte und eher banale Nachspeisen wie gemischtes Eis oder Creme Catalan machen das El Dorado austauschbar. Alles in allem wird uns das El Dorado nicht unbedingt in Erinnerung bleiben – weder in guter, noch in besonders Schlechter.

Fairerweise muss man einräumen, dass wir bei unseren Date Nights nie in Grillhäuser gehen, da Felix, mit einem Weber-Grill und einem Smoker ausgestattet, passionierter Hobby-Griller ist. Für uns gibt es kaum langweiligeres,  als gerade mal mit Salz und Pfeffer gewürztes Fleisch einfach auf den Grill zu schmeissen, statt raffinierte Rubs oder Marinaden zu verwenden.

Hier geht’s zur Webseite vom ‚El Dorado

Ambiente: eng, aber sonst okay
Preise: moderat
Preis-Leistungsverhältnis: akzeptabel
Fazit: belanglos

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